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Kinder vor Armut schützen

Mehr als 370.000 Kinder in Österreich sind armutsgefährdet

Mehr als 370.000 Kinder und Jugendliche in Österreich gelten als armutsgefährdet

Armut raubt Kindern Zukunftschancen.

In vielen Regionen explodieren die Mieten, Löhne und Gehälter können mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. In Großstädten zu wohnen, ist für viele ArbeitnehmerInnen kaum mehr möglich. Trotz steigender Beschäftigung und sinkender Arbeitslosigkeit ist Armut in Österreich weit verbreitet. Laut Armutsbericht (Statistik Austria, EU-SILC 2018) waren im Jahr 2018 rund 1,2 Millionen Menschen armutsgefährdet – das ist jede und jeder Siebente. Besonders häufig und am stärksten von Armut betroffen sind Kinder und Jugendliche in Haushalten mit mehr als drei Kindern, und Kinder, die bei Alleinerziehenden leben, großteils bei Müttern. Ein-Eltern-Haushalte haben mit rund 44 Prozent das größte Armutsrisiko aller Familienformen, und das, obwohl die Erwerbstätigkeit von Frauen seit vielen Jahren steigt. Doch Arbeit schützt sie und ihre Kinder nicht per se vor Armut.

Auswirkungen von Armut

Kinder, die von Armut betroffen sind, sind häufiger krank als Gleichaltrige. Sie leben in Wohnungen, die klein, feucht und schlecht isoliert sind. Zudem fehlen im Winter die finanziellen Mittel, um ausreichend zu heizen. Sie werden ausgegrenzt, weil sie zum Beispiel nicht an Schulveranstaltungen teilnehmen können, weil auch dafür zu wenig Geld da ist. Bildung gilt zwar als Möglichkeit, aus der Armut auszubrechen. Nachhilfeunterricht und Förderkurse können sich die meisten armutsgefährdeten Haushalte aber nicht leisten.

„Kinderarmut ist besonders besorgniserregend, da sie Zukunftschancen raubt. Alle Kinder in Österreich müssen gleiche Chancen haben, unabhängig von der Herkunft und der Geldbörse der Eltern“, betont Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des Welttags des Kindes am 8. September 2019. Die ÖGB-Frauen fordern daher:

  • eine Sozialpolitik, die den Menschen ein tragfähiges Netz bietet und verhindert, dass Menschen in Armut abgleiten
  • die Einführung einer gesetzlichen Unterhaltsgarantie, damit Kinder, die keinen oder einen sehr geringen Unterhalt beziehen, abgesichert sind
  • Ausbau der flächendeckenden, kostenlosen Kindergärten, damit alle Kinder von klein an die gleichen Chancen bekommen
     

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