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Die meisten verwenden das Urlaubsgeld für Urlaub – aber junge Familien gleichen damit ihr Konto aus Die meisten verwenden das Urlaubsgeld für Urlaub – aber junge Familien gleichen damit ihr Konto aus

Urlaubsgeld fürs tägliche Leben

Die meisten verwenden das Urlaubsgeld für Urlaub – aber junge Familien gleichen damit ihr Konto aus

Mona, 37, und Alexander, 42, (Namen v. d. Red. geändert) wohnen in einem kleinen Ort in Niederösterreich. Sie haben zwei Kinder, fünf und sieben Jahre alt, und vor ein paar Jahren ein kleines Haus gebaut. Obwohl beide arbeiten gehen, ist das Geld meistens knapp, zum Sparen bleibt nichts übrig.

Während sich andere um diese Jahreszeit auf das Urlaubsgeld freuen, um damit in den verdienten Urlaub zu fahren, warten Mona und Alexander auf das Geld, „um das Konto auszugleichen, das Auto zu reparieren und notwendige Dinge, wie Schulsachen für die Kinder, zu kaufen.“

Urlaubsgeld für die Notfallkasse, den Schuldenabbau oder für die Pension

Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind für viele selbstverständlich, in Wahrheit haben es die Gewerkschaften in die Kollektivverträge erkämpft und müssen es auch heute noch verteidigen. Eine Straßenumfrage von oegb.at zeigt, dass die meisten das Urlaubsgeld für den Urlaub verwenden. Aber eben nicht alle. Viele legen es in die Notfallkasse (22 Prozent), verwenden es für den Schuldenabbau (16 Prozent), um Rechnungen zu bezahlen (14 Prozent), für die Kinder (7 Prozent) oder für die Rente (5 Prozent), wie eine Umfrage von ING-DiBa zeigt. Auch eine Umfrage der GPA-djp von 2014 zeigt, dass die Verwendung der Sonderzahlungen für Altersversorgung oder spätere Anschaffungen stark angestiegen ist.

Urlaubsgeld fixer Bestandteil im Budget

Das 13. und 14. Gehalt ist ein fixer Bestandteil im persönlichen Budget der ArbeitnehmerInnen. „Wir warten meistens schon auf das Urlaubsgeld, weil Investitionen anfallen, für die wir es dann brauchen“, erzählt Mona. Eine Abschaffung würde nicht nur das Ansparen von Reserven gefährden, sondern auch notwendige Anschaffungen und die Deckung der steigenden Lebenshaltungskosten. 

Junge Familien haben weniger im Börsel – Sozialstaat verringert aber das Abstürzen in Armut

Laut einer Wifo-Studie hat sich die Ungleichheit in Österreich seit der Wirtschaftskrise nicht erhöht. Aber die Einkommen von Jungen und Familien sind gesunken. Der Sozialstaat wirkt hier vor allem mit Dienstleistungen wie Schulen, Hochschulen, Kindergärten und vor allem dem Gesundheitswesen entgegen. Hier fließen drei Viertel der staatlichen Sozialtransfers (ohne Pensionen) hin.

"Diese Sachleistungen sind viel gleichmäßiger verteilt. Auch die oberen Einkommen profitieren von einem Gesundheits- und Bildungssystem, das allen unentgeltlich zur Verfügung steht", sagt Wifo-Ökonomin Silvia Rocha-Akis. Junge Familien mit Kindern profitieren bereits mehr als alle anderen Gruppen von Umverteilung, sagt Studienautorin Rocha-Akis. Das Problem seien nicht die Sozialleistungen, sondern dass viele Familien ein zu niedriges Erwerbseinkommen erzielten.

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