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Junge wollen weniger Stunden arbeiten

Umfrage: 42 Prozent der 18-30-Jährigen würden bei zu langer Arbeitszeit kündigen

BerufseinsteigerInnen starten optimistisch und mit hohen Erwartungen in die Arbeitswelt, doch dann folgt mitunter Ernüchterung: IFES befragte im Auftrag der GPA-djp 18-bis 30-jährige BerufsanfängerInnen. Klar heraus kommt, dass junge ArbeitnehmerInnen überlange Arbeitszeiten ablehnen und Wert auf Vereinbarkeit zwischen Job und Privatleben legen.
Ein Viertel der Befragten findet, dass der Job eher weniger bis gar nicht mit den außerberuflichen Interessen und Verpflichtungen vereinbar ist. 42 Prozent würden den Angaben zufolge aufgrund zu langer Arbeitszeit sogar kündigen.

35-Stunden-Woche

Die bevorzugte Wochen-Arbeitszeit liegt bei 35 Stunden. Tatsächlich arbeiten die Jungen im Schnitt 37,3 Stunden, wobei Männer (39,3) durchschnittlich länger arbeiten als Frauen (35,7). „Die Ergebnisse zeigen, dass junge ArbeitnehmerInnen weniger Stunden arbeiten möchten und den von der Regierung eingeführten 12-Stunden-Tag ablehnen. Wir haben eine Regierung, die eindeutig gegen die Interessen der Jungen Politik macht, eine Regierung, der die Interessen der ArbeitnehmerInnen egal sind“, kommentiert Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die Umfrageergebnisse.

„Das 12-Stundentags-Gesetz ist ein Husch-Pfusch-Gesetz, das dringend repariert werden muss“, kritisiert Hofer. „ArbeitnehmerInnen wird mit dem Gesetz weder eine Freiwilligkeit garantiert, noch können sie selbstbestimmt Zeitguthaben verbrauchen oder von einer 4-Tage-Woche Gebrauch machen.“

Geregelte Arbeitszeiten und gute Bezahlung

Gefragte Jobs seien solche mit gut geregelten Arbeitszeiten und guter Bezahlung, etwa die Pharma- und Chemiebranche, die Elektro-und Elektronikindustrie bzw. die Industrie generell. "Also überall dort, wo die Gewerkschaften stark sind", so die ÖGJ-Vorsitzende. Zudem zeige die Umfrage, dass Personen mit Lehre oder Fachschule leichter einen Job fanden als solche mit Matura oder Uni-Abschluss.

In Berufen, in denen die Arbeitszeiten schwierig seien, wie in der Pflege oder der Gastronomie und Hotellerie, gebe es "keinen Run" von jungen Menschen. „Diese Ergebnisse sollten vor allem der Gastronomie ein weiterer Beweis dafür sein, dass ihr Fachkräftemangel hausgemacht ist. Wer gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung bietet, findet Lehrlinge und Fachkräfte“, ist Hofer überzeugt.

10 Tipps für den neuen Job

Die Ergebnisse der Befragung bestärken die GPA-djp, junge Menschen beim Berufseinstieg konkret zu unterstützen. Die GPA-djp wendet sich in einer Aktionswoche mit „10 Tipps für den neuen Job“ an junge Menschen, um sie beim Einstieg in die Arbeitswelt zu unterstützen.  Dabei gibt es auch spezielle Angebote für Mitglieder. Mehr dazu unter www.gpa-djp.at/mehrgehtimmer
 

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