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e-card mit Foto

Betriebe schulden Kassen 844,4 Mio. - e-card mit Foto kostet mehr als sie bringt

Das Gesundheitssystem in Österreich steht auf dem Prüfstand. Nachdem die Bundesregierung die Sozialversicherung umbaut und eine Drei-Klassen-Medizin durch drei Kategorien von Krankenkassen einführt, kommt jetzt die e-card mit Foto. Auf diese haben sich SPÖ und ÖVP als eine der Maßnahmen zur Gegenfinanzierung für die Abschaffung des Pflegeregresses noch im Juni 2017 geeinigt.  200 Millionen Euro würde die ecard mit Foto bringen, trommelte Bundeskanzler Kurz im Wahlkampf. Bestätigt hatte die Zahl aber niemand.

Neue e-card kostet 800 Mal so viel, wie sie einbringt

Warum, liegt auf der Hand. Bloß 27 Fälle von Betrug gab es laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger zwischen 2014 und 2017. Bei 8,8 Millionen Versicherten und ca. 100.000, die keine e-card besitzen, ist das verschwindend gering. Auch Volker Schörghofer vom Hauptverband spricht von Einzelfällen. 15.000 Euro beträgt der Schaden durch Missbrauchsfälle. Die Einführung einer neuen Infrastruktur für die e-card mit Foto beläuft sich hingegen auf zehn bis zwölf Millionen Euro. Millionen von Euro, die in den vergangenen Monaten einfach so bei Arbeitslosen, Frauenhäusern und bei der Ausbildung eingespart wurden.

Unternehmen schulden 844,4 Millionen Euro

Die eigentlichen Probleme werden von der Bundesregierung nicht angegangen. Zirka 100.000 Menschen in Österreich sind nicht versichert – das muss geändert werden. Nicht zum Thema macht die Regierung außerdem, dass Unternehmen den Gebietskrankenkassen 844,4 Millionen Euro (2016) an Beiträgen schulden.

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