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Anton-Benya-Preis

Der Anton-Benya-Stiftungsfonds zeichnet Lehrlinge und Fachkräfte aus

Die große Bedeutung der Facharbeit bewusst zu machen, ist das Ziel der Anton-Benya-Preise, die am 24. Oktober zum 23. Mal vom Anton-Benya-Stiftungsfonds verliehen wurden. Die diesjährigen Preise gehen u. a. an das Projekt Lehrlingsausbildung der Firma Pfnier & Co GmbH, an die Firma Kässbohrer Transport Technik, an die Firma Kostwein Maschinenbau GmbH, an den Verband der Ausbildungsleiter Oberösterreich und an die Kärntner LBS Villach Bürgerinitiative „Verbesserung der Lehrausbildung“. Insgesamt wurden heuer 22 Preise vergeben.

Innovative Ideen

„An den Benya-Preisträgerinnen und -Preisträgern sieht man wieder einmal ganz deutlich, welche innovative Ideen von der Facharbeit kommen. Sie tragen dazu bei, dass junge Menschen die beste Ausbildung bekommen, die sie brauchen, und legen damit den Grundstein für ihren weiteren beruflichen Lebensweg“, sagte ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann vor der Preisverleihung im Wiener Rathaus.

„Die heutigen PreisträgerInnen und viele andere Unternehmen zeigen, wie man dem Fachkräftemangel in Zukunft sinnvoll begegnen kann:  indem sie den Lehrlingen eine solide Ausbildung bieten. Sie bilden Lehrlinge aus, die sie brauchen. Oft sogar mehr, als sie brauchen. Und sie überlegen, was FacharbeiterInnen aber auch AusbildnerInnen in ihrem Betrieb brauchen. Das ist das beste Rezept gegen den Fachkräftemangel.“

Gegründet wurde der Anton-Benya-Stiftungsfonds 1972 anlässlich des 60. Geburtstags von Anton Benya zur Förderung der Facharbeit. Aus den Zinserträgen des Vermögens werden Haupt-, Einzel-, Förderungs- und Anerkennungspreise vergeben. Bisher wurde die Facharbeit der PreisträgerInnen mit über 635.600 Euro gefördert.

Bedeutung der Facharbeit

Zweck und Absicht der Stiftung ist, den Wert und die Bedeutung der Facharbeit – insbesondere der manuellen Arbeit – der Öffentlichkeit bewusst zu machen, und ihr gesellschaftliches Ansehen zu fördern. Außerordentliche Leistungen und berufliche Qualifikationen werden dabei im Wesentlichen unter folgenden Gesichtspunkten berücksichtigt:

  • Förderung und Anerkennung außergewöhnlicher beruflicher Leistungen von Lehrlingen.
  • Auszeichnungen von Fachkräften, die bedeutende Leistungen auf ihrem Arbeitsgebiet vollbracht haben.
  • Anerkennung von einzelnen ArbeitnehmerInnen oder Gruppen, die durch Ertragen eines besonderen Arbeitsleides bedeutende Leistungen für die Gemeinschaft vollbringen.
  • Auszeichnung und Unterstützung von wissenschaftlichen Untersuchungen, die das gesellschaftliche Ansehen der manuellen Arbeit erforschen, und publizistische, künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten, die das Ansehen der Facharbeit fördern.

Wer war Anton Benya?

Anton Benya war von 1963 bis 1987 Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Der gelernte Elektromechaniker hat sich aber bereits als Jugendvertrauensmann Schriftführer in der Metallarbeiter-Lehrlingssektion für die Interessen der ArbeiterInnen stark gemacht. Während des zweiten Weltkriegs übte er seine Tätigkeiten für die freien Gewerkschaften illegal aus und war zwei Mal in Haft. Später war er Betriebsratsobmann der Firma Ingelen bis im April 1948 seine Karriere im ÖGB begann. Zuerst war Benya Sekretär in der Abteilung Organisation, ab 1956 Stellvertretender Generalsekretär des ÖGB und später ab 1959 Vizepräsident des ÖGB bis er 1963 Präsident des ÖGB wurde.

SERVICE

Alle Fotos von der heurigen Anton-Benya-Preisverleihung: https://bit.ly/2z2fH17
 

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