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„Wirtschaftskammer will zurück ins vorletzte Jahrhundert“

Nach 12-Stunden-Tag nächster arbeitsrechtlicher Rückschritt

„Die Wirtschaftskammer scheint von der Retro-Politik à la 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche so angetan zu sein, dass sie auch beim Thema Krankenstände zurück ins vorletzte Jahrhundert will“, kommentiert Barbara Teiber, gf. Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), die gestrigen Aussagen bei einer Wirtschaftskammer-Pressekonferenz, wonach ArbeitnehmerInnen auch im Krankheitsfall in bestimmten Fällen arbeiten gehen sollten.

   „Wenn es um Krankenstände geht, beurteilen Ärztinnen und Ärzte schon jetzt, ob der Patient arbeitsfähig ist. Das ist die geltende Rechtslage. Wer allerdings glaubt, ein gebrochenes Bein hindere einen nicht am Arbeiten, hatte wohl noch nie eines. Allein am Teilaspekt des Arbeitswegs wird klar, welche Schwierigkeiten so eine Verletzung mit sich bringt“, so Teiber.

   „Wir haben bereits jetzt das Problem des sogenannten Präsentismus, also dass Beschäftigte trotz Krankheit und mehr als eingeschränkter Arbeitsfähigkeit in die Arbeit gehen. Das verlangsamt die Heilung und erhöht die Ansteckungsgefahr. Die Forderung der Wirtschaftskammer geht genau in die falsche Richtung“, so die Gewerkschafterin.

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