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ÖGB: „Nur neues Wirtschaftsmodell kann Arbeitslosigkeit bekämpfen“

Internationale Botschaften von EGB-Generalsekretär und ILO-Generaldirektor

Eine klare Absage an Sparpolitik und Neoliberalismus erteilte der Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), Luca Visentini, in seiner Ansprache am ÖGB-Bundeskongress: „Wir müssen uns davon weg zu einem progressiveren Modell bewegen. Nur so kann Arbeitslosigkeit bekämpft und können hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden.“ Die Sparmaßnahmen im letzten Jahrzehnt hätten in Europa zu drastischen Lohnrückgängen und damit nicht zu Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, sondern zu Rezession und Stagnation geführt.

Zum Rechtsruck in Europa bemerkte Visentini, dass nicht in jenen Regionen, in denen mehr MigrantInnen leben, Populismus und Fremdenfeindlichkeit auf dem Vormarsch seien, sondern vor allem in jenen mit höherer Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Ausgrenzung – also jene Regionen, die von Krise und Globalisierung betroffen seien. „Es ist eine Aufgabe der Gewerkschaftsbewegung, die Demokratie und das europäische Projekt zu verteidigen – wenn wir es schaffen wollen, müssen wir diese Probleme angehen“, sagte Visentini.

In einer Videobotschaft übermittelte der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Guy Ryder, seine Grüße. „Der Österreichische Gewerkschaftsbund hat immer eine Schlüsselrolle im österreichischen Modell des Sozialdialogs eingenommen“, lobte Ryder. In Bezug auf die Zukunft der Arbeit sagte der ILO-Generaldirektor, dass diese sich in einem bisher noch unbekannten Ausmaß und Tempo verändern werde. Man dürfe sich aber nicht nur fragen, wie viele Arbeitsplätze durch die Digitalisierung wegfallen bzw. neu hinzukommen würden, sondern müsse auch die Qualität der Arbeitsplätze hinterfragen und wie sich das auf die Aus- und Fortbildungssysteme auswirken werde.

 

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