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Urlaub absagen? Krank im Urlaub? - Antworten auf arbeitsrechtliche Fragen. Symbolfoto Krankheit unterbricht den Urlaub und Urlaub absagen, geht nur einvernehmlich. oegb.at hat
die Antworten auf Ihre arbeitsrechtlichen Fragen zum Urlaub.

Tipps für den Urlaub

Arbeitsrechtliches Know-how für einen sorgenfreien Sommer

Nicht nur das Urlaubsgeld, sondern auch die mindetsens fünf Wochen Urlaub für ArbeitnehmerInnen haben die Gewerkschaften erkämpft. Damit ArbeitnehmerInnen den Sommer sorgenfrei genießen können, ist es wichtig, dass sie über ihre Rechte Bescheid wissen. www.oegb.at beantwortet die wichtigsten Fragen:

Zwangsurlaub ist nicht möglich
Das österreichische Urlaubsrecht sieht generell keinen Zwangsurlaub vor. Eine Zwangsbeurlaubung gegen den Willen des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin ist grundsätzlich nicht möglich.

Krankheit unterbricht Urlaub
Ärgerlich ist es, wenn man ausgerechnet im Urlaub krank wird. Dann gilt die Regel: Zum Arzt gehen und krankschreiben lassen. Und in der Firma sofort Bescheid geben, dass man krank ist, am besten schriftlich. Wenn die Erkrankung länger als drei Tage dauert, werden für diese Zeit keine Urlaubstage abgezogen. Wenn Sie im Ausland erkranken, müssen Sie neben dem ärztlichen Zeugnis eine behördliche Bestätigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass das ärztliche Zeugnis von einem zugelassenen Arzt ausgestellt wurde. Diese Bestätigung brauchen Sie nicht, wenn Sie nachweisen können, dass Sie in einem öffentlichen Krankenhaus behandelt wurden.

Achtung: Der Urlaub verlängert sich nicht um die Krankenstandstage, das ursprünglich vereinbarte Urlaubsende bleibt unverändert aufrecht.

Urlaub absagen? Nur einvernehmlich!
Einen bereits vereinbarten Urlaub darf der Dienstgeber nicht absagen. Ein Großauftrag für das Unternehmen ist kein Grund, ArbeitnehmerInnen ihre Erholungsphase zu streichen oder zu verkürzen. Das ist nur aus besonders schwerwiegenden Gründen möglich die zur Vermeidung wirtschaftlicher Nachteile für das Unternehmen unumgänglich sind wie zum Beispiel ein Hochwasser. Dann muss allerdings der Arbeitgeber anfallende Stornokosten übernehmen. Umgekehrt darf aber auch der/die ArbeitnehmerIn seinen Urlaub nicht einfach absagen, weil das Wetter schlecht ist.

Ohne Handy und Laptop an den Strand
Im Urlaub dürfen ArbeitnehmerInnen ihr Diensthandy getrost ausschalten. Sie müssen weder persönlich noch per E-Mail oder Telefon erreichbar sein. Auch der Urlaubsort muss dem Arbeitgeber nicht bekannt gegeben werden. Schließlich sollte man den Urlaub nutzen, um so richtig abzuschalten. Auch das Handy.

Pünktlich vom Urlaub zurückkommen
Streikende Fluglotsen, ausgefallener Flug? Sollten Sie es aus einem guten Grund nicht pünktlich zurück zur Arbeit schaffen, geben Sie Ihrem Arbeitgeber umgehend Bescheid – am besten schriftlich! Damit Sie nachweisen können, dass Sie nicht unentschuldigt gefehlt haben.

Wenn man im Ausland festsitzt, weil z.B. die Fähre oder das Flugzeug nicht geht – egal ob wegen Streiks oder schlechtem Wetter -, braucht man keine Angst um seinen Job zu haben: Hier liegt ein Verhinderungsgrund vor, der im Arbeitsrecht als entgeltfortzahlungspflichtig bezeichnet wird. Wichtig ist in jedem Fall, dem Arbeitgeber umgehend Bescheid zu geben. In diesen Fällen ist eine verspätete Rückkehr kein Entlassungsgrund. Außerdem muss das Entgelt fortgezahlt werden, und ein einseitiger Verbrauch von Urlaub kann für diese Zeit nicht angeordnet werden.

Informationen rund um Flugverspätungen, Reklamationen usw. finden Sie auf der Seite des Konsumentenschutzes der Arbeiterkammer.

Bei Fragen rund um den Urlaub oder das Urlaubsgeld beraten die Gewerkschaften.

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