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Sozialpartnerschaft am Ende?

Buchpräsentation von Emmerich Tálos

Emmerich Tálos bei der Präsentation in der Otto-Möbes-Akademie
Emmerich Tálos bei der Präsentation in der Otto-Möbes-Akademie

Politikwissenschafter Emmerich Tálos präsentierte in Graz seine neuesten Forschungen zur Entwicklung der österreichischen Sozialpartnerschaft. Bei strahlendem Spätsommerwetter konnte dies auf dem Gelände der Otto-Möbes-Akademie als Freiluftveranstaltung durchgeführt werden.

Hochblüte und …

Tálos skizzierte die Sozialpartnerschaft von ihren Anfängen nach 1945 an und bezeichnete sie als ein spezifisches Muster von Interessenpolitik, in dem Gewerkschaftsbund, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer zusammenwirken. Insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts fand ein deutlicher Ausbau der Sozialpolitik statt, weshalb diese Epoche bis Anfang der 80er-Jahre als Hochblüte der Sozialpartnerschaft zu bezeichnen ist. Ab dem Jahr 2000 kam es dann zu einer ersten Zurückdrängung des Einflusses der Sozialpartner. 

… wechselnde Entwicklungen

Ganz deutlich wurde für Tálos ein zunehmender Bedeutungsverlust, als 2018 die Arbeitszeitverlängerung per 12-Stunden-Tag und die Zerschlagung der Selbstverwaltung in den Krankenkassen eingeläutet wurden. Aktuell ist für den Professor durchaus eine Veränderung erkennbar, die sich insbesondere in der Einbindung der Sozialpartner in die Gestaltung der Kurzarbeit abbildet. Auch eine gewisse Vertrauensbildung zwischen den Interessenverbänden habe in den Zeiten der Krise stattgefunden. 

Ausblick

Für Tálos ist eine Rückkehr zu den alten Tagen unwahrscheinlich, wobei er in der Bewältigung der Corona-Krise eine Nagelprobe sieht. In der Diskussion mit Betriebsrätinnen und Betriebsräten zeigt sich Tálos zum Teil skeptisch, findet aber zu einem positiven Schlusssatz, der gerade auch auf die künftige Arbeit der Gewerkschaft gemünzt ist: „Es gibt einiges zu tun!“

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