Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
www.mitgliederservice.at

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Beruf(ung): Beitragsprüferin

"Wissensdrang und Flexibilität sind zwei wesentliche Voraussetzungen, um diesen Job gut ausführen zu können“, stellt Karin Wohlmuth, seit mehr als 15 Jahren Prüferin bei der nunmehrigen ÖGK, fest. Schon die Ausbildung lässt erahnen, welch umfangreiches Fachwissen notwendig ist, um herauszufinden, ob Arbeitgeber korrekt abgerechnet, geschwindelt oder ganz einfach mit Unwissenheit geglänzt haben.

Dass sie nach der Corona-bedingten Prüfpause auch wieder einen Blick auf die korrekte Einstufung sowie Zuordnung zum richtigen Kollektivvertrag werfen wird, ist dem Verfassungsgerichtshof zu verdanken. Die obersten RichterInnen haben entschieden, dass auch nach der Zusammenlegung von Krankenkassen die neue ÖGK selbst prüfen darf – und nicht wie vorgesehen das Finanzministerium. 

Wohlmuth steht bei den Prüfungen praktisch täglich vor neuen Herausforderungen. Einmal hat sie es mit Vollprofis einer Steuerberatungskanzlei oder unternehmensinternen Abteilungen zu tun. Ein andermal mit Arbeitgebern, die „es halt versuchen“ und oft gefinkelte Anwälte zur Hand haben. Und auch mit Firmenchefs, die sich die Abrechnung im wahrsten Sinne des Wortes selbst zusammenzimmern.

„Manchmal genügen wenige Minuten und ich erkenne das. Nur: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“, erzählt sie aus ihrem Alltag. So mancher „Prüfling“ hat dann auch „gerade heute kein freies Büro, leider nur eine Abstellkammer“. Dafür hat Wohlmuth immer ihren schwarzen Koffer, das eigene „Büro“ dabei. Schließlich geht es jedes Jahr um viele Millionen Euro, die ansonsten den Versicherten entgehen würden. 

Ähnliche Themen:

Gesundheitssystem gehört ausgebaut 19.06.2020

Keinen Daumen hoch, keinen Daumen runter

Warum wir unser Gesundheitssystem ausbauen und unsere Intensivbetten behalten müssen
Frauen stemmen Hauptlast bei Kinderbetreuung 19.06.2020

Wenn Mütter nicht mehr können

Es braucht leistbare Ferienbetreuung für Kinder in ganz Österreich – und zwar dringend
Frauen verdienen weniger 19.06.2020

Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer

Unbezahlte Arbeit wird hingegen nach wie vor überwiegend von Frauen geleistet

Artikel weiterempfehlen

Wir sind für Sie Da!
Österreichischer Gewerkschaftsbund
Johann-Böhm-Platz 1
A-1020 Wien
Telefon: +43 / 1 / 534 44 39
e-Mail: oegb@oegb.at
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt