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Corona-Krise: Wir sind das Rückgrat

In der Produktion wurde weitergearbeitet. Für MonteurInnen oder InstallateurInnen gab es keine Alternative. Ohne sie wären Lieferketten und Infrastruktur zusammengebrochen.

„Wir haben Kurzarbeit für Verkaufsfahrer, die zum Beispiel Würstelstände oder Schulbuffets beliefern. In der Produktion ist Kurzarbeit vorerst nicht relevant, da mehr produziert wird. Als Lebensmittelerzeuger hatten wir zwar schon vorher strenge Hygienevorschriften, zusätzlich haben wir aber per Aushang über weitere Schutzmaßnahmen in verschiedenen Sprachen informiert.“ Robert Schwarzbauer, Radatz, Wien
„Wir haben Kurzarbeit für Verkaufsfahrer, die zum Beispiel Würstelstände oder Schulbuffets beliefern. In der Produktion ist Kurzarbeit vorerst nicht relevant, da mehr produziert wird. Als Lebensmittelerzeuger hatten wir zwar schon vorher strenge Hygienevorschriften, zusätzlich haben wir aber per Aushang über weitere Schutzmaßnahmen in verschiedenen Sprachen informiert.“ Robert Schwarzbauer, Radatz, Wien

Während einige Unternehmen ganze Bereiche auf Homeoffice umstellen konnten, gab es in der Produktion und für MonteurInnen oder InstallateurInnen keine Alternative. Ohne sie wären Lieferketten und Infrastruktur zusammengebrochen.

Die Corona-Krise trifft zwar alle Branchen, aber die Auswirkungen sind unterschiedlich. Vielfach hilft nun Kurzarbeit, Arbeitsplätze zu sichern. Im produzierenden Bereich waren Mitte April rund 150.000 Beschäftigte in Kurzarbeit.

„Wir produzieren Katzen- und Hundefutter. Nach den Hamsterkäufen am Beginn der Krise musste die Produktion sogar auf Sonntag ausgeweitet werden. Diese Schicht wird ausschließlich von Freiwilligen besetzt. Wir konnten auch eine Corona-Prämie für die Belegschaft erreichen.“ Julius-Jürgen Mayr, Royal Canin, Niederösterreich 

Im Nahrungsmittelsektor wiederum musste die Produktion zwischenzeitlich sogar erhöht werden. Mehr Schutz und Hygiene sind aber gerade in Produktionsbetrieben oder auf Baustellen nicht immer leicht umzusetzen. Darum setzen sich die Gewerkschaften für umfangreiche Schutzmaßnahmen ein. Spezielle Maßnahmenkataloge helfen dabei den BetriebsrätInnen, Hygienemaßnahmen umzusetzen.

Elfriede Schober „Wir haben für 800 MitarbeiterInnen Kurzarbeit bis 30. Juni angemeldet. Im Betrieb wurden Schutzmaßnahmen getroffen: So z. B. wurden die Abstände zwischen den Arbeitsplätzen auf zwei Meter vergrößert, unterschiedliche Pausenzeiten eingeführt, Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.“ Elfriede Schober, MIBA, Oberösterreich

Trotz massiver Warnungen war einigen Arbeitgebern die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften einfach egal. Auch der einfache Hausverstand versagte bei manchen Managern gänzlich: So wurde zwar in der Kantine der Mindestabstand eingehalten, in der Halle mussten die Beschäftigten dann aber wieder „Schulter an Schulter“ weiterarbeiten.

Die ArbeitnehmerInnen garantieren die Versorgung Österreichs. Für diese Leistung gebührt ihnen auch eine finanzielle Belohnung.“ Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender PRO-GE 

„Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig ein Betriebsrat für die Belegschaft ist. Gerade in solchen Ausnahmesituationen ist besondere Sorgfalt geboten, die man auch von den Arbeitgebern ständig einfordern muss. Der Mensch hat über dem Profit zu stehen“, sagt PRO-GE Bundesvorsitzender Rainer Wimmer, der weiterhin konsequente Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten einfordert.

„Ich habe kein Verständnis für Unternehmen, die auf Kurzarbeit verzichten und stattdessen Menschen auf die Straße setzen. Unser Ansinnen ist ja nicht, die Unternehmen zu schwächen, sondern die Kaufkraft zu erhalten, um möglichst bald wieder aus der Krise herauszufinden.“ Andreas Brich, BMW Oberösterreich 

Es sind die ArbeitnehmerInnen, die dazu beigetragen haben, dass Österreich in den vergangenen Wochen mit den wichtigsten Waren versorgt wurde und notwendige Instandhaltungen erledigt wurden. Denn ohne sie gäbe es keine Lebensmittel im Supermarkt. Ohne sie wären Lieferketten und Infrastruktur zusammengebrochen.

Brigitte Grossbötzl „Wir haben kurzfristig auf die Produktion von Behelfs- Schutzmasken umgestellt und achten im Betrieb penibel auf Desinfektion, Reinigung und die Einhaltung des Mindestabstandes. Derzeit arbeiten in der Näherei zwei getrennte Teams, um einen Produktionsausfall zu verhindern, sollte in einem der Teams ein Corona-Fall auftreten.“ Brigitte Grossbötzl, Fahnen-Gärtner, Salzburg 

Ohne ArbeitnehmerInnen könnten Betriebe ihre Produktion nicht auf dringend benötigte Güter wie Desinfektionsmittel oder Schutzmasken umstellen. „Tausende Menschen arbeiten in den Betrieben, um die Versorgung Österreichs zu garantieren und das Land am Laufen zu halten. Für diese Leistung gebührt auch allen eine ordentliche finanzielle Belohnung“, fordert der PRO-GE Chef erneut in Richtung Arbeitgeber und Finanzminister.

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