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Tipps gegen Hitze

Worauf ArbeitnehmerInnen an Hundstagen achten sollten

Endlich ist der Sommer da - und damit auch die Hitzewelle. Im Schwimmbad oder am See ist der drastische Temperaturwechsel halbwegs erträglich, doch für viele arbeitende Menschen ist der Wetterumschwung eine regelrechte Qual. An heißen Tagen nehmen Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden ab. Das hat die Arbeitswissenschaft sowohl bei körperlichen, als auch bei geistigen Tätigkeiten herausgefunden.


An „Hundstagen“ steigt das Thermometer und die Arbeitsleistung sinkt gegenüber Tagen mit „normalen“ Temperaturen um 30 bis 70 Prozent. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme sind nur ein paar Anzeichen dafür, dass der Körper unter der Hitze leidet. Vermehrtes Schwitzen führt zu starkem Flüssigkeitsdefizit, was vor allem bei schwerer physischer Arbeit oder speziellen Bekleidungsvorschriften zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit führen kann. Ein Hitzekollaps kann eine der drastischen Konsequenz sein. Daher auch ganz wichtig: Arbeitgeber dürfen die Hitze nicht ignorieren: Wenn möglich, müssen sie für Schatten sorgen, etwa durch Rollos oder Sonnenschutzplanen, auch eine Kühlung durch Ventilatoren gehört dazu. Außerdem muss die/der ChefIn  ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stellen. Wenn das alles nicht ausreicht, müssen organisatorische Maßnahmen ergriffen werden, wie etwa Pausen.

Wie können sich ArbeitnehmerInnen am besten vor Sonne und Hitze schützen?
Hier unsere sechs Tipps:

TRINKEN: Durch Schwitzen kann der Flüssigkeitshaushalt des Körpers stark beeinträchtigt werden. Rechtzeitig und ausreichend trinken, ein Viertelliter alle 20 Minuten. Vor allem alkoholfreie Getränke, Leitungswasser, Mineralwasser ohne Kohlensäure und Kräutertees ohne Zucker. Ungeeignet sind Limonaden, aber auch Milch. Alkohol und Koffein sollten Tabu sein, weil dadurch die Blutgefäße erweitert werden und es zu Kreislaufproblemen kommen kann.

KLEIDUNG:
Idealerweise aus hellem, dünnem Stoff wie Baumwolle, der Feuchtigkeit durchlässt und nicht enganliegend ist. Leichtes Schuhwerk, Kopfbedeckung, Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen.

KÖRPER: Handgelenke unter fließendes Wasser halten. Nacken und Schläfen mit kaltem Wasser erfrischen. Auch Wassersprays beleben Körper und Seele.

ESSEN: Schwere, heiße, üppige und fette Kost erschwert den Kreislauf. Kühlende und leicht verdauliche Lebensmittel sind bestens geeignet. Zum Beispiel: Äpfel, Salbei, Joghurt, Melone, Zitrusfrüchte, Tomate, Gurke, Zucchini.


SONNENSCHUTZ: Jalousien, Vorhänge und Planen benutzen. Bei Arbeiten im Freien brav mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor einschmieren, denn auch Wolken halten die gesundheitsschädlichen Strahlen nicht ab. Primär im Schatten arbeiten oder pausieren. Möglichst große Teile der Haut mit Kleidung bedecken.

RAUMTEMPERATUR: Bei Möglichkeit den Arbeitsbeginn zeitlich vorverlegen, um die kühlen Morgenstunden zu nutzen. Nachtabkühlung nutzen und dafür sorgen dass die Räume in der Nacht oder den frühen Morgenstunden durchlüftet werden. Geschlossene Räume sollten nicht mehr als 26 Grad haben. Bei besonders hohen Außentemperaturen sollte die Raumtemperatur mindestens 6 Grad unter der Außentemperatur liegen. Wenn keine Klimaanlage existiert, so kann ein Tisch- oder Stehventilator dienlich sein.

Raumklima während der warmen Jahreszeit: http://bit.ly/2tQS47t
Flip-Flops im Büro: Bekleidungsvorschriften: http://bit.ly/2sX5eni
Sonne ohne Schattenseiten (AUVA): http://bit.ly/2rFkoJy
Arbeiten bei Hitze (gesundearbeit.at): http://bit.ly/2sWLbFi
Gewerkschaft Bau-Holz (GBH): http://bit.ly/2tQXYWv

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