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Welt-Aids-Tag 2017

Mit HIV-positiven Menschen zu arbeiten, ist nicht gefährlich

„HIV-positive Menschen erleben oft diskriminierende Situationen, vor allem auch am Arbeitsplatz durch Arbeitgeber und Vorgesetzte, aber auch KollegInnen. Daher bleiben Prävention und Aufklärung das Um und Auf, um Vorurteile und Ängste gegenüber Betroffenen abzubauen“, sagt Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember.

Aufklärung: So früh wie möglich

Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Rund 1,8 Millionen kamen 2016 dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Am 1. Dezember findet deshalb jedes Jahr der Welt-AIDS-Tag statt.

Die Wissenslücken in der Bevölkerung sind nach wie vor erschreckend hoch. „Mit HIV-positiven Menschen zu arbeiten oder essen zu gehen, ist nicht gefährlich. Ebenso wenig wird durch Anhusten, Niesen oder Händeschütteln HIV übertragen. Die Ängste sind unbegründet“, betont Anderl.

„Je früher mit der Aufklärung begonnen wird, desto höher ist die Chance, Ansteckungen zu verhindern“, sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der ÖGJ (Österreichische Gewerkschaftsjugend). Die ÖGJ fordert verpflichtende Aufklärungsstunden in den Lehrplänen der Schulen, wo ExpertInnen über die Erkrankung selbst und ihre Folgen informieren, sowie die Verteilung von Gratis-Kondomen an die SchülerInnen.

Broschüre „HIV und Aids in der Welt der Arbeit“

„Viele HIV/Aids-Betroffene sind im arbeitsfähigen Alter und können selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Daher ist es wichtig, dass sie im Beruf eingebunden bleiben. Eine Unterstützung kann sein, dass sie über arbeits- und sozialrechtliche Fragen Bescheid wissen“, so die ÖGB-Vizepräsidentin. Die ÖGB/AK-Broschüre „HIV und Aids in der Welt der Arbeit“ bietet einen Überblick über die häufigsten Fragen, die in der Praxis auftauchen.
 

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