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Elternkarenz

Was ist Karenz, wie funktioniert es und wer hat Anspruch?

In einer Familie haben die Partner oft einen Kinderwunsch. Doch wenn beide arbeiten und Karriere machen wollen, stellen sich so einige Fragen:  Wann beginnt und endet die Elternkarenz? Welche Meldefristen sind zu beachten? Wie können sich Eltern die Karenz aufteilen? Wir haben die Antworten!

Was bedeutet „Karenz“ eigentlich?
■  Bei der Karenz handelt es sich um einen arbeitsrechtlichen Anspruch einer Dienstfreistellung ohne Bezüge für Mütter und Väter. Eltern haben bei Vorliegen der Voraussetzungen einen Anspruch auf Karenz.

■  Das Arbeitsverhältnis existiert während der Karenz weiter, doch sind ArbeitnehmerInnen von der Pflicht zur Arbeitsleistung befreit. Die Karenz ist nicht das Gleiche wie das Kinderbetreuungsgeld. Die Karenz bezeichnet ausschließlich die arbeitsrechtlich geschützte Freistellung und betrifft nur das Thema Zeit.

■ Die Karenz müssen Sie Ihrem Arbeitgeber am besten schriftlich kommunizieren.

Wer hat Anspruch auf Elternkarenz?

■ ArbeitnehmerInnen
■ HeimarbeiterInnen
■ BeamtInnen
■ Vertragsbedienstete
■ Lehrlinge

Kündigungs- und Entlassungsschutz
Während der Inanspruchnahme der Karenz besteht ein Kündigungs- und Entlassungsschutz. Dieser endet vier Wochen nach Ablauf der eigenen Karenz.

Beginn und Dauer der Elternkarenz
■ Die Karenz beginnt frühestens im Anschluss an den Mutterschutz, einer Schutzfrist nach der Kindesgeburt. Die Schutzfrist dauert 8 bis maximal 16 Wochen nach der Geburt. Die Karenz endet maximal mit Vollendung des 2. Lebensjahres des Kindes. Spätestens am 2. Geburtstag Ihres Kindes müssen Sie Ihre Arbeit wieder aufnehmen. Möchten Sie über den zweiten Geburtstag des Kindes hinaus zu Hause bleiben - zum Beispiel während der restlichen Monate des Kinderbetreuungsgeldbezuges - müssen Sie mit Ihrem Arbeitgeber schriftlich einen Sonderurlaub vereinbaren. Wenn der Arbeitgeber für den Zeitraum dieses Sonderurlaubes nicht ausdrücklich auf sein Kündigungsrecht verzichtet, dann haben Sie in dieser Zeit keinen Kündigungsschutz. Der Arbeitgeber kann Sie somit vier Wochen nach dem Ende der gesetzlichen Karenz (diese endet mit Vollendung des 2. Lebensjahres des Kindes) unter Einhaltung der gesetzlichen bzw. kollektivvertraglichen Kündigungsfrist kündigen.

Teilung der Karenz zwischen Mutter und Vater
■ Die Karenz kann zwischen Mutter und Vater zweimal geteilt werden und es sind somit drei Karenzteile zulässig. Ein Karenzteil muss mindestens zwei Monate betragen und beginnt für die Mutter nach der Schutzfrist im Anschluss an einen nach der Schutzfrist vereinbarten Urlaub oder im direkten Anschluss an die Karenz des Vaters.

■  Für den Vater startet die Karenz nach dem Beschäftigungsverbot oder nach einer Karenz der Mutter.

■ Die Karenz kann grundsätzlich nicht parallel durch beide Eltern in Anspruch genommen werden, mit der Ausnahme einer gleichzeitigen Konsumation dessen in der Dauer von einem Monat aus Anlass des erstmaligen Personenwechsels zur Erleichterung der Übergabe der Betreuung. Die maximale Karenzdauer reduziert sich dann um diesen Monat und endet somit spätestens zum 23. Lebensmonat des Kindes.

■  Wenn ein Elternteil seine Karenz im Anschluss an die des anderen Elternteils nimmt, muss er seinem Arbeitgeber Beginn und Dauer dessen spätestens drei Monate vor Ende der Karenz des anderen kommunizieren. Dauert der laufende Karenzteil jedoch weniger als drei Monate, muss der nächste Karenzteil erst zwei Monate vor Beginn gemeldet werden.

■ Nehmen beide Elternteile Karenz in Anspruch, müssen die Karenzteile der Mutter und des Vaters nahtlos anschließen.

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